LANDHOLZ

Der Verein Landholz entwickelt und produziert unterschiedliche Formate in den Bereichen Theater-, Tanz- und Hörspielperformance und Nouveau Cirque. Diese Formate entstehen in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Kunstschaffenden der Darstellenden und Bildenden Kunst sowie der Musik.

LANDHOLZ hat seinen Sitz in Basel und wurde im Frühling 2018 von den Brüdern Sebastian und Vinzent Gisi sowie Johanna-Maria Raimund, Benjamin Ryser und Céline Meyer gegründet. Seit Sommer 2019 sind Johanna Heusser und Olivia Ronzani Teil von LANDHOLZ. 

Wir sind sowohl ein Kollektiv, das in wechselnden Konstellationen Projekte realisiert, als auch eine Vernetzungsplattform junger KünstlerInnen aus Basel, St. Gallen und Zürich.

Sebastian Gisi

Sebastian Gisi (1990) ist Performer, Regisseur und Autor.

Er hat im April 2016 das  “Physical Theatre“ Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen (D) mit dem Artist Diploma abgeschlossen.
Vor dem Studium war er über 10 Jahre Mitglied des Kinder- und Jugendzirkus Basel, spielte jahrelang in der freien Theatergruppe “Das Hellraumprojekt“ und war am Theater Basel unter anderem in der Produktion Jugend ohne Gott als Schauspieler tätig.

Als Mitautor, Performer und Regisseur kreierte er während dem Studium verschiedenste Stücke: 

2014 entstand “Hör mir zu“, ein Stücke zu den Themen Flucht und Migration. Es tourte über zwei Jahre erfolgreich im Ruhrgebiet und wurde unter anderem an den Internationalen Menschenrechtstag Bochum, zum Full Spin International Physical Theatre Festival und an die Eröffnung der Recklinghauser Ruhrfestspiele eingeladen. 

2015 war Sebastian Regieassistent von Florian Feigl bei der Performance “Dissolved_An Uncanny Valley“, welche in den Sophiensaelen zur Aufführung kam. Für diese Arbeit wurde er mit dem DAAD-Preis für außerordentliche Leistung Ausländischer Studenten ausgezeichnet.

Nach dem Studium arbeitete Sebastian an einer Auftragsarbeit für “die Börse“ in Wuppertal, entwickelte eine Forstsetzung von “Hör mir zu“, inszenierte ein Schülertheater, war als Choreograph für die MIRcompany im Projekt Parcour Dans Delémont tätig und als Spieler und Mitautor an den Performances “Flüstern–Eine Vorstellung“ und “Manfred Mustermann“ beteiligt.

Sebastian lebt seit  November 2017 in Basel und arbeitet Schweizweit.

Céline Meyer

Céline Meyer (1990) studiert an der Universität in Bern Theaterwissenschaft, sowie an der Universität Basel Jüdische Studien. 

Ihre Liebe zum Theater entdeckte sie 2006 in der Helmut Förnbacher Theater Company, die sie sowohl im Barbetrieb, wie auch hinter den Kulissen als Regieassistentin unterstützte. 

Von 2009 bis 2015 spielte sie in verschiedenen Produktionen des Jungen Haus des Theater Basel und übernahm auch die Ausstattung für verschiede Projekte. 

Seit 2016 arbeitet sie als Regisseurin für Schultheater Projekte, unteranderem an der BFS Basel und am Gymnasium Bäumlihof, wo sie 2009 mit der Matura abschloss. 

Sie war Mit-Organisatorin des Berner Studententheater Festivals 2017 und des Bestival In Progress 2018.

Celine lebt in Basel und Bern.

Benjamin Ryser

Benjamin Ryser (1989) ist Komponist und Klangkünstler.

Seine Arbeiten umfassen Kompositionen, Installationen, Hörspiele und Performances. Im Zentrum seiner Arbeit steht das Hören. Wie verändert Klang einen Raum? Wie zeigen sich soziale Kontexte im Gehörten? Wie klingt ein Wort, wenn es ausgesprochen wird? Diese Fragestellungen führen zu einer interdisziplinären Arbeitsweise, bei der verschiedene Medien sich gegenseitig immer neu beleuchten.

Benjamin hat an der Zürcher Hochschule der Künste Komposition bei Isabel Mundry sowie Florian Dombois (Bildende Kunst) und Corina Caduff (Literatur) studiert. Vorgängig absolvierte er Studien in Cello und Musiktheorie.

Kollaborationen verbinden ihn mit Künstler_innen über die Disziplingrenzen hinweg:

Er arbeitet regelmässig mit der Dramaturgin Johanna-Maria Raimund. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen Projekte an der Schnittstelle von Klang, Text und Theater, in denen über das Hören imaginäre Welten geschaffen werden.

Zudem ist er Teil des Kollektivs island, zusammen mit der Choreographin Eva Lin und der Videokünstlerin Dorothy Wong. Das Kollektiv entwickelt multimediale Performances, in denen persönliche Perspektiven wie auch weitere politische Kontexte verhandelt werden.

Benjamin lebt in St. Gallen und arbeitet Schweizweit.

Vinzent Gisi

Vinzent Gisi (1993) Bachelor of Arts in Physical Theater.

Von 1997 bis 2011 besuchte er die Kinder-und Jugend-Zirkus Schule Basel. Dort lernte er auf spielerische Weise die Grundlagen des Zirkus: Akrobatik und Artistik, Jonglage, Seillaufen und vieles mehr. Im Frühjahr 2011 erhielt Vinzent das IMS-F Diplom von der Rudolf Steiner Schule Basel mit dem Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten. 

Im Anschluss an die Schule ging Vinzent zum Strassenzirkus Zirkus Chnopf, mit dem er ab Sommer 2012 durch die Schweiz tourte. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit auf der Bühne, als Akrobat und Musiker, arbeitete Vinzent an der Zirkusbar als Barkeeper und teilweise als Barchef, half beim Bauen der Requisiten und erledigte diverses Aufgaben aus dem Bereich Infrastruktur.

Nach zwei Jahren beim Zirkus entschloss sich Vinzent, eine professionelle Ausbildung im Bereich Bewegung zu machen und besuchte ab 2014 die Dimitri Schule in Verscio. Seinen Bachelor bekam er 2017.

Seit seinem Abschluss ist Vinzent als selbständiger Künstler tätig. 

Er hat mit seinem Bruder Sebastian den Verein Landholz Production gegründet, hatte verschiedene kleine Auftritte, machte eine Regie-Hospitant bei Kami Manns und ist dabei, weitere theater Projekte auf die Beine zu stellen. 

Nebenbei arbeitet Vinzent als Handwerker und Techniker.

Er lebt in Basel.

Johanna-Maria Raimund

Johanna-Maria Raimund (1991) ist freischaffende Dramaturgin und Produktionsleiterin im Bereich Theater, Tanz, Hörspiel und Performance. 

Seit Februar 2018 ist Johanna-Maria in der Administration und Projektleitung des Vereins Tanztheater Dritter Frühling tätig. 

Im Frühsommer 2018 assistierte sie bei der Hörspiel-Produktion "Verfluchte Hitze" (Radio SRF 2 Kultur) bei Mark Ginzler.

Von Juli 2018 bis Juli 2019 war sie als Dramaturgin und Produktionsleiterin an dem Musiktheaterstück "Joseph und seine Brüder. Ein musikalisches Erzähltheater nach Thomas Mann" (Regie: Laura Huonker) des Vereins Rock the Babies beteiligt. 

Johanna-Maria hat im Juni 2017 das Bachelorstudium Theater, Praxisfeld Dramaturgie an der ZHdK abgeschlossen und entwickelte danach mit dem Komponisten Benjamin Ryser die ortsspezifische Klang-Performance Flüstern – Eine Vorstellung weiter, insgesamt kamen bis Mitte 2018  drei sehr unterschiedliche Variationen davon zur Aufführung. Bereits während des Studiums war Johanna-Maria als Dramaturgin an diversen Theaterstücken, Performances und einem Tanzstück beteiligt. 2015 kuratierte und organisierte sie  im Team das studentisches Austausch-Festival Hilde an der Sihl.

Zwei Hörstücke, die in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Benjamin Ryser ( Ortsbegehung, 2014) bzw. der Dramaturgin Laura Ferrari (Das Gesicht als Bühne, 2016) entstanden, wurden von SRF2 Kultur online veröffentlicht. Zwischen 2011 und 2013 hat Johanna-Maria in verschiedenen Funktionen auf und hinter der Bühne an dem Theater-Intensiv-Projekt TheaterTotal in Bochum (D) teilgenommen und danach ein Praktikum und zwei Regieassistenzen in der Abteilung Theaterpädagogik des Schauspielhauses Dortmund (D) absolviert. 

Johanna-Maria lebt in Zürich und stammt aus Wien (A).

Johanna Heusser

Johanna Heusser ist in Basel geboren und aufgewachsen. Sie hat an der höheren Fachschule für zeitgenössischen und urbanen Bühnentanz in Zürich studiert. 

Sie tanzte in Biblioteca do Corpo bei Ismael Ivo in Wien und arbeitet mit Foofwa d`Immobilité in der Schweiz und im Ausland. Sie war Tänzerin im Stück „Jamais aperes le premier soir“ der Pariser Choreografin Judith Desse, im Theatre du Sevellin in Lausanne. Johanna hatte eine Künstlerresidency in Bangalore, wo sie ein Stück entwickelte, dass am Festival Babelsprech in Berlin zur Premiere kam.

Johanna arbeitet als Tänzerin, Yogalehrerin, Choreografin und Pädagogin im In- und Ausland. Sie ist Gewinnerin des Atelier Mondial Stipendiums in Manipur, Indien Im Jahr 2018. Ihr Stück Lairen Mathek wurde in Imphal, Bangalore und neu Delhi aufgeführt. Sie unterrichtete regelmässiges Profitraining in Bangalore und Auroville.

 Im Februar 2018 war Johanna Choreografin in einem Künstleraustauschprogramm in Uganda, organisiert vom Goetheinstitut in Kampala. Im Mai 2018 zeigte sie ihr Stück SCHNUFE in der Zusammenarbeit mit dem Musiker Marc Vilanova im Theater Roxy in Basel im Rahmen von Mixed Pickles. Johanna ist Tänzerin in dem Stück Rehearsing Afrofuturism in Koproduktion mit dem Theater Roxy von Patrick Gusset.

Im Mai 2019 hatte Johanna eine Künstlerresidenz in Vevey, um im Tanzraum Dansomètre  SCHNUFE weiterzuentwickeln. 

 Zuletzt choreografierte Johanna im September 2019 ein Inklusionskonzert für das Wildwuchsfestival in Basel und war Performerin für das Format Ethnologie Fassbar im Museum der Kulturen, wo es um das Thema Yoga ging. 

Derzeit hat Johanna eine  Residenz am Theater Südpol zur Weiterentwicklung ihres  Solo-Stückes  „how to do a downwardfacing dog?“ , das im Januar 2020  im Theater Roxy Premiere haben wird. 

Im Jahr 2020 wird Johanna Choreografin eines Projektes im Austausch mit Tänzern aus Palästina und Deutschland in Ramallah sein. 

Olivia Ronzani

Olivia Ronzani (1994) arbeitet als Performerin, Schauspielerin und Tänzerin in verschiedenen Kollektiven und kreiert unter dem Namen enpassant  Stücke mit dem Musiker Lukas Stäuble. Als Regisseurin und Theater- Tanzpädagogin arbeitet sie mit Kindern und Sozialhilfeempfängern.

Nach dem einjährigen fotografischen Propedeutikum an der écal in Renens 2017 schloss sie den Bachelor an der Accademia Teatro Dimitri in Bewegungstheater ab. Davor arbeitete sie im Circo Fantazztico, einem sozialen Circusprojekt in Costa Rica, und war Spielerin im jungen theater basel in Produktionen unter der Regie von Sebastian Nübling und Daniel Wahl. Ihre fotografische Maturaarbeit „Monotonie - ein Spiel“ wurde 2012 mit dem Maturaarbeitspreis der HKB ausgezeichnet. 2017 gewann sie den Migros-Kulturprozent Bewegungstheater Wettbewerb. Während der Ausbildung war sie Schauspielerin in Stücken unter der Regie von Volker Hesse und Cesare Lievi. Nach dem Studium war sie Gast am Jungen Ensemble Stuttgart in „Eine Hand voller Sterne“ unter der Regie von Anna Renner.

2017-2018 Teil des Regieteams des Kinder-Theater-Variétés auf dem Spielplatz am Schützenweg Bern. Seit 2018 Performerin des deutschen Kollektivs The Grey Stories im Stück „Unconscious Collections. What about Bosnia?“ (Deutschland- und Bosnientour, Podieum Festival Esslingen, Performing Arts Festival Berlin, MESS Festival Sarajevo). 

2018/19 war Olivia Performerin im ersten Stück von Landholz Productions „Show me the meaning of being lonely“ (Gaskessel Bern, Ackermannshof Basel). 

2019 führte sie zusammen mit Vinzent Gisi Regie für das Projekt „Pantomime gegen Littering“ im Auftrag des Amt für Umwelt und Energie und der Sozialhilfe Basel-Stadt. 2019 ausserdem Kreation, Premiere und Tournee von „Nichts, sagte sie.“ ein spartenübergreifendes Erzähltheaterstück von enpassant (Tryout gezeigt an der Nachwuchsplattform Sauser & Bärlauch am ThiK Baden). www.oliviaronzani.ch