LANDHOLZ

Der Verein Landholz entwickelt und produziert unterschiedliche Formate in den Bereichen Theater-, Tanz- und Hörspielperformance und Nouveau Cirque. Diese Formate entstehen in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Kunstschaffenden der Darstellenden und Bildenden Kunst sowie der Musik.

Landholz hat seinen Sitz in Basel und wurde im Frühling 2018 von den Brüdern Sebastian und Vinzent Gisi sowie Johanna-Maria Raimund, Benjamin Ryser und Céline Meyer gegründet. Wir sind sowohl ein Kollektiv, das in wechselnden Konstellationen Projekte realisiert, als auch eine Vernetzungsplattform junger KünstlerInnen aus Basel, St. Gallen und Zürich.

Sebastian Gisi

Sebastian Gisi (1990) ist Performer, Regisseur und Autor.

Er hat im April 2016 das  “Physical Theatre“ Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen (D) mit dem Artist Diploma abgeschlossen.
Vor dem Studium war er über 10 Jahre Mitglied des Kinder- und Jugendzirkus Basel, spielte jahrelang in der freien Theatergruppe “Das Hellraumprojekt“ und war am Theater Basel unter anderem in der Produktion Jugend ohne Gott als Schauspieler tätig.

Als Mitautor, Performer und Regisseur kreierte er während dem Studium verschiedenste Stücke: 

2014 entstand “Hör mir zu“, ein Stücke zu den Themen Flucht und Migration. Es tourte über zwei Jahre erfolgreich im Ruhrgebiet und wurde unter anderem an den Internationalen Menschenrechtstag Bochum, zum Full Spin International Physical Theatre Festival und an die Eröffnung der Recklinghauser Ruhrfestspiele eingeladen. 

2015 war Sebastian Regieassistent von Florian Feigl bei der Performance “Dissolved_An Uncanny Valley“, welche in den Sophiensaelen zur Aufführung kam. Für diese Arbeit wurde er mit dem DAAD-Preis für außerordentliche Leistung Ausländischer Studenten ausgezeichnet.

Nach dem Studium arbeitete Sebastian an einer Auftragsarbeit für “die Börse“ in Wuppertal, entwickelte eine Forstsetzung von “Hör mir zu“, inszenierte ein Schülertheater, war als Choreograph für die MIRcompany im Projekt Parcour Dans Delémont tätig und als Spieler und Mitautor an den Performances “Flüstern–Eine Vorstellung“ und “Manfred Mustermann“ beteiligt.

Sebastian lebt seit  November 2017 in Basel und arbeitet Schweizweit.

Vinzent Gisi

Vinzent Gisi (1993) Bachelor of Arts in Physical Theater.

Von 1997 bis 2011 besuchte er die Kinder-und Jugend-Zirkus Schule Basel. Dort lernte er auf spielerische Weise die Grundlagen des Zirkus: Akrobatik und Artistik, Jonglage, Seillaufen und vieles mehr. Im Frühjahr 2011 erhielt Vinzent das IMS-F Diplom von der Rudolf Steiner Schule Basel mit dem Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten. 

Im Anschluss an die Schule ging Vinzent zum Strassenzirkus Zirkus Chnopf, mit dem er ab Sommer 2012 durch die Schweiz tourte. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit auf der Bühne, als Akrobat und Musiker, arbeitete Vinzent an der Zirkusbar als Barkeeper und teilweise als Barchef, half beim Bauen der Requisiten und erledigte diverses Aufgaben aus dem Bereich Infrastruktur.

Nach zwei Jahren beim Zirkus entschloss sich Vinzent, eine professionelle Ausbildung im Bereich Bewegung zu machen und besuchte ab 2014 die Dimitri Schule in Verscio. Seinen Bachelor bekam er 2017.

Seit seinem Abschluss ist Vinzent als selbständiger Künstler tätig. 

Er hat mit seinem Bruder Sebastian den Verein Landholz Production gegründet, hatte verschiedene kleine Auftritte, machte eine Regie-Hospitant bei Kami Manns und ist dabei, weitere theater Projekte auf die Beine zu stellen. 

Nebenbei arbeitet Vinzent als Handwerker und Techniker.

Er lebt in Basel.

Johanna-Maria Raimund

Johanna-Maria Raimund (1991) ist freischaffende Dramaturgin und Produktionsleiterin im Bereich Theater, Tanz, Hörspiel und Performance. 

Seit Februar 2018 ist Johanna-Maria in der Administration und Projektleitung des Vereins Tanztheater Dritter Frühling tätig. Seit Juli 2018 arbeitet sie ausserdem als Dramaturgin und Produktionsleiterin mit der Regisseurin Laura Huonker für den Verein Rock the Babies zusammen. 

Johanna-Maria hat im Juni 2017 das Bachelorstudium Theater, Praxisfeld Dramaturgie an der ZHdK abgeschlossen und entwickelt seither mit dem Komponisten Benjamin Ryser die ortsspezifische Klang-Performance Flüstern – Eine Vorstellung laufend weiter.

Bereits während des Studiums war Johanna-Maria als Dramaturgin an diversen Theaterstücken, Performances und einem Tanzstück beteiligt.
2015 kuratierte und organisierte sie  im Team das studentisches Austausch-Festival Hilde an der Sihl.

Zwei Hörstücke, die in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Benjamin Ryser (2014) bzw. der Dramaturgin Laura Ferrari (2016) entstanden, wurden von SRF2 Kultur online veröffentlicht. Zwischen 2011 und 2013 hat Johanna-Maria in verschiedenen Funktionen auf und hinter der Bühne an dem Theater-Intensiv-Projekt TheaterTotal in Bochum (D) teilgenommen und danach ein Praktikum und zwei Regieassistenzen in der Abteilung Theaterpädagogik des Schauspielhauses Dortmund (D) absolviert. 

Johanna-Maria lebt in Zürich und stammt aus Wien (A).

Benjamin Ryser

Benjamin Ryser (1989) ist Komponist und Klangkünstler. 

Seine Arbeiten umfassen Kompositionen, Installationen, Hörspiele und Performances. Im Zentrum seiner Arbeit steht das Hören. Wie verändert Klang einen Raum? Wie zeigen sich soziale Kontexte im Gehörten? Wie klingt ein Wort, wenn es ausgesprochen wird? Diese Fragestellungen führen zu einer interdisziplinären Arbeitsweise, bei der verschiedene Medien sich gegenseitig immer neu beleuchten.

Benjamin  hat an der Zürcher Hochschule der Künste Komposition bei Isabel Mundry sowie Florian Dombois (Bildende Kunst) und Corina Caduff (Literatur) studiert. Vorgängig absolvierte er Studien in Cello und Musiktheorie.

Kollaborationen verbinden ihn mit Künstler_innen über die Disziplingrenzen hinweg:                         

Er arbeitet regelmässig mit der Dramaturgin Johanna-Maria Raimund. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen Projekte an der Schnittstelle von Klang, Text und Theater, in denen über das Hören imaginäre Welten geschaffen werden. 

Zudem ist er Teil des Kollektivs island, zusammen mit der Choreographin Eva Lin und der Videokünstlerin Dorothy Wong. Das Kollektiv entwickelt multimediale Performances, in denen persönliche Perspektiven wie auch weitere politische Kontexte verhandelt werden.

Benjamin lebt in St. Gallen und arbeitet Schweizweit.

Céline Meyer

Céline Meyer (1990)

Céline studiert an der Universität in Bern Theaterwissenschaft, sowie an der Universität Basel Jüdische Studien. 

Ihre Liebe zum Theater entdeckte sie 2006 in der Helmut Förnbacher Theater Company, die sie sowohl im Barbetrieb, wie auch hinter den Kulissen als Regieassistentin unterstützte. 

Von 2009 bis 2015 spielte sie in verschiedenen Produktionen des Jungen Haus des Theater Basel und übernahm auch die Ausstattung für verschiede Projekte. 

Seit 2016 arbeitet sie als Regisseurin für Schultheater Projekte, unteranderem an der BFS Basel und am Gymnasium Bäumlihof, wo sie 2009 mit der Matura abschloss. 

Sie war Mit-Organisatorin des Berner Studententheater Festivals 2017 und des Bestival In Progress 2018.

Celine lebt in Basel und Bern.