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Der Newsletter von LANDHOLZ Productions erscheint etwa viermal pro Jahr und enthält Hinweise auf aktuell anstehende Aufführungen - sowohl von Produktionen, die unter dem Namen LANDHOLZ produziert wurden als auch von Arbeiten einzelner Vereinsmitglieder, die in externen künstlerischen Konstellationen entstanden sind.



LANDHOLZ hat Zuwachs bekommen, schaut einmal HIER vorbei.

Aktuell wird bei LANDHOLZ viel recherchiert, angeprobt, ausprobiert und überlegt - zahlreiche Themen und Erzählstränge werden von Landhölzlern in unterschiedlichsten Konstellationen verfolgt... Weniges ist im Herbst 2019 schon spruchreif.    

Was wir aber schon sicher wissen: im 2020 wird es trotzdem das ein oder andere unterm LANDHOLZ-Dach Entwickelte zu sehen geben! Hier die sich sicherlich noch erweiternde Liste:


1) How to do a downwardfacing dog?

Ein Solo von Johanna Heusser, Premiere im Theater Roxy am 14. Januar 2020, ausserdem am 16. und 17. Januar 2020 


Tryouts und erste Ausschnitte aus dieser Arbeit sind bereits davor zu folgenden Gelegenheiten zu sehen:

  • November/Dezember 2019 Recherche und Proben im Roxy
  • >> 20. Dezember 19.00 Uhr Showing im Theater Roxy, für Interessierte und Interne, Tanz- und Theaterschaffende.


Die Sitzknochen zeigen nach oben, die Hände sind gut verankert im Boden, die Finger gespreizt, das Gewicht an den Aussenkanten der Hände verteilt. Der Kopf ist entspannt, die Zehen sind auseinandergespreizt, der Beckenboden angespannt, hochgezogen und eingesaugt. Der Anus zieht sich zusammen. und jetzt atmen. Ujayi breathe.

“How to do a downward facing dog?” ist ein Projekt, das sich anhand von einer Asana (Yogaposition) biografisch, körperlich und theoretisch mit dem Phänomen Yoga und seiner Position innerhalb eines komplexen Geflechts aus gesellschaftspolitischen Zusammenhängen auseinandersetzt.

Johanna Heusser ist ausgebildete Tänzerin und hat sich wie viele ihrer Altersgenoss*innen und Berufskolleg*innen der Ausbildung zur Yogalehrerin unterzogen. Daraus folgten längere Aufenthalte in Indien, die ihr eine andere Perspektive auf die Ausbildung zur Yogalehrerin eröffneten und ihr Unterschiede aber auch kultur- imperialistische Wechselwirkungen zwischen Indien und Westeuropa verdeutlichten und ihr ihre eigene Position als weisse Schweizerin in diesem Geflecht bewusst machten. Im Rahmen der Produktion unter- sucht sie diese biografische Erfahrung unter Gesichtspunkten kultureller Aneignung und neoliberaler Aneignung. In einer Lecture Performance wird ihr eigener Körper zum Anschauungsmaterial der Verhandlung. Wiederholt nimmt sie die Pose des herabschauenden Hundes ein und setzt diesen Vorgang in immer wieder neue Kontexte, in der Hoffnung einige Aspekte der verwirrenden Mehrdeutigkeit des Yogas neu zu hinterfragen, aber schlussendlich vor allem um endlich den downward facing dog auf eine Art und Weise auszuführen, die für sie Sinn macht.

Performance, Konzept: Johanna Heusser

Dramaturgie: Fiona Schreier

Coaching Yoga: Abhilash Ningappa

Video/Sound/Light: Marc Vilanova

Coaching Performance: Stephan Stock

Kostüm: Diana Ammann

Produktionsleitung: Sarah Schoch

Ethnologische Mitarbeiterin: Stephanie Lovasz


2) virtuel_ce qu'on ne voit pas  

eine Kooperation von Jasminka Stenz (Jasminka Stenz Company)  und Olivia Ronzani (LANDHOLZ Productions) für das Schweizer Tanzfest 2020

Jasminka Stenz Company is headed by Jasminka Stenz — a multi-orientated choreographer and dancer who is in constant exchange with other artists, mainly in performative venues.The Company initiates various performative works and collaborations. The main interest and instrument is the human body and its humanity in itself, and all its strangeness that comes along with it. The company’s choreographic themes always revolve around loneliness, loss and lust, and the question of what boundaries are. Jasminka Stenz Company is based in Switzerland. Gaining varied experience abroad, the Company now focuses back on their Swiss roots in the fields of dance, art, performance and installation.

Homepage/Works: https://jasminka-stenz.jimdosite.com/stuecke/

Jasminka Stenz Company wird für ihre nächste Produktion, virtuel__ce qu'on ne voit pas (Fête de la danse Suisse 2020),  unter dem Dach von Landholz Production arbeiten.                 Die Company vernetzte sich durch die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Olivia Ronzani mit Landholz Productions, die Teil des Landholz-Kollektivs ist.

virtuel - ce qu’on ne voit pas

virtuel schlägt Menschen vor, Grenzen der Wahrnehmung und des Verständnisses zu überschreiten. Eine barrierefreie Partitur führt das Publikum in die Möglichkeit der Teilnahme auf körperlicher oder geistiger Ebene ein. virtuel ist auf der Suche nach „fremden“ Wurzeln der Virtual Reality (Virtuelle Realität), stösst auf Virtuality (Virtualität) und nimmt diese als Leitspiel der Performance: ce qu'on ne voit pas (das, was wir nicht sehen).

virtuel wird bunt-neon, leicht und seltsam sein. virtuel ist eine Tanztheaterperformance, die sich mit neuen Tanzvermittlungsformaten befasst, mit der Frage, wie eine größere Zugänglichkeit zu Tanz und Körper hergestellt werden kann, in einer Gesellschaft, die von ihrem eigenen Körper entfremdet und vor allem visuell orientiert erscheint. 

virtuell heißt: handlungsfähig, möglich. Ein Score ist eine Aufgabe, ist eine Regel, ist ein Rahmen, in dem eine gewisse Freiheit und ein intuitives Verlangen benötigt werden. Drei Performer bauen Räume auf, in denen sie auftreten, in dem sie Linien mit Tape auf den Boden kleben und sie zu rechteckigen Flächen werden lassen. Sie schaffen Raum, schaffen mögliche Existenzweisen, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheinen, sondern sich in ihrem eigenen Wesen ähneln. virtuel bezieht sich auf Virtualität, im modernen Verständnis, auf die Möglichkeitssphäre: "die Möglichkeit, etwas in sich selbst zu erfassen“. Die drei Performer bleiben immer in ihrer Rolle. Sie testen sich gegenseitig aus, ihre Möglichkeiten, in Kommunikation, über das Visuelle, den Körper und die Sprache, Grenzen zu überschreiten.


copyright: Landholz Production 2019